Die wichtigsten Rebsorten am Bodensee

Wo liegt die Wiege des deutschen Spätburgunders? Am Kaiserstuhl, an der Ahr, im Rheingau, in der Pfalz?
Weit gefehlt: Im Bodmaner Königsweingarten pflanzte Karl III., ein Urenkel Karls des Großen, im Jahre 884 den ersten Spätburgunder. Und noch heute ist der Spätburgunder, ausgebaut als spritzig fruchtiger Rosé oder als eleganter Rotwein, die bedeutendste Rebsorte am Bodensee.

In dem kleinen Ort Tägerwilen im schweizerischen Kanton Thurgau erblickte einst ein Herr Müller das Licht der Welt. Es war allerdings nicht irgend ein Herr Müller, sondern derjenige, der der bekannten Rebsorte ihren Namen gab.
Die Müller-Thurgau-Weine vom See sind eine Klasse für sich. Nirgendwo gedeihen zartere, feinfruchtigere Weine dieser Rebsorte wie unter den speziellen klimatischen und geologischen Voraussetzungen der Bodenseeregion. Wenn Sie also glauben, Sie kennen Müller-Thurgau, probieren Sie ihn am See. Sie werden überrascht sein.

Sie suchen einen Wein, der als nicht zu fruchtbetonter, aber duftiger Wein ein vorzügliches Essen durch seine unaufdringliche angenehme Art unterstützt? Sie suchen einen perfekten Begleiter zu Spargelgerichten und leichten Menüs?
Versuchen Sie es einmal mit einem Weißburgunder oder Grauburgunder vom Bodensee. Bestimmt werden auch Sie sagen “Einfach klasse, diese Klassiker”.

Natürlich gibt es in der Bodenseeregion neben den eben dargestellten weitere interessante Rebsorten, die ein großes Spektrum geschmacklicher Facetten abdecken.
So mancher Winzer hat sich auf die Pflege und den Ausbau besonderer Reben und Weine spezialisiert. Eine kleine Entdeckungsreise durch einige Weinorte lohnt sich in jedem Fall.
Und beim Wein gilt mehr als in allen anderen Fällen der Satz:
“Probieren geht über studieren”. Sehr zum Wohl!

Ihre Winzer vom BodenseeWein e.V.